GGL fordert flexiblere Anpassungen am GlüStV 2021 nach fünfjährigem Bestehen
Xander Braun · Sep 25, 2026

GGL fordert flexiblere Anpassungen am GlüStV 2021 nach fünfjährigem Bestehen

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens im September 2026 eine stärkere Flexibilität im Glücksspielstaatsvertrag 2021 gefordert, damit die Behörde schneller auf Veränderungen bei Online-Geschäftsmodellen, Technologien und illegalen Aktivitäten reagieren kann; die etwa 100 Mitarbeiter starke Institution beaufsichtigt derzeit 129 lizenzierte Betreiber sowie Vermittler mit insgesamt 229 genehmigten Websites und meldete gleichzeitig einen deutlichen Anstieg der Vollzugsmaßnahmen.
Entwicklung der Aufsicht seit 2021
Seit der Gründung im Jahr 2021 hat die GGL kontinuierlich den legalen Markt ausgebaut, wobei die Zahl der zugelassenen Angebote stetig wuchs und die Behörde zugleich gegen illegale Plattformen vorging; Beobachter der Regulierungslandschaft stellen fest, dass die bestehenden Regelungen des GlüStV 2021 zwar eine solide Basis schaffen, jedoch bei der Geschwindigkeit von Marktentwicklungen oft hinterherhinken, was die Behörde nun mit ihrem Appell an die Länder adressiert.
Enforcement-Zahlen und Marktdaten
Die Vollzugszahlen zeigen eine klare Steigerung: Verbotsverfahren erhöhten sich von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025, während bis Ende 2025 insgesamt 1.843 illegale Websites unzugänglich gemacht wurden; diese Entwicklung verdeutlicht, wie die GGL ihre Ressourcen auf die Bekämpfung unzulässiger Angebote konzentriert und gleichzeitig den lizenzierten Sektor mit 229 autorisierten Websites aufrechterhält, wobei die Aufsicht über 129 Betreiber und Vermittler eine zentrale Rolle spielt.

Gründe für den Flexibilitätswunsch
Die Behörde argumentiert, dass schnellere Anpassungen an neue Geschäftsmodelle und Technologien notwendig sind, weil sich Online-Glücksspielangebote rasch verändern und illegale Aktivitäten neue Wege finden; Experten der Regulierungspraxis weisen darauf hin, dass starre Vertragsbestimmungen die Reaktionsfähigkeit einschränken, während die GGL mit ihren aktuellen Kapazitäten bereits erhebliche Fortschritte bei der Sperrung illegaler Seiten und der Überwachung lizenzierter Anbieter erzielt hat.
Auswirkungen auf den Markt
Die Forderung nach mehr Flexibilität zielt darauf ab, dass künftige Änderungen des GlüStV 2021 die GGL in die Lage versetzen, auf Trends wie neue Zahlungsmethoden oder Plattforminnovationen zeitnah zu reagieren, ohne jedes Mal langwierige Gesetzgebungsverfahren abwarten zu müssen; Daten der Behörde zeigen, dass der legale Markt mit 229 Websites bereits einen relevanten Anteil abdeckt, während die steigenden Verbotsverfahren belegen, wie intensiv gegen unzulässige Angebote vorgegangen wird.
Zusammenarbeit mit den Bundesländern
Die GGL appelliert daher an die Länder, im Rahmen der nächsten Anpassungen des Staatsvertrags mehr Spielraum für behördliche Entscheidungen einzuräumen, damit die Aufsicht effektiver arbeiten kann; Berichte über die Aktivitäten der Behörde machen deutlich, dass die Kombination aus Aufsicht über 129 Betreiber und der Sperrung von 1.843 illegalen Websites bis 2025 bereits erhebliche Ressourcen bindet und weitere Flexibilität helfen würde, diesen Aufwand zu optimieren.
Fazit
Die im September 2026 geäußerte Position der GGL fasst die Erfahrungen der ersten fünf Jahre zusammen und unterstreicht den Bedarf an Anpassungen, die eine schnellere Reaktion auf Marktentwicklungen ermöglichen; die vorgelegten Zahlen zu Enforcement-Verfahren, lizenzierten Angeboten und gesperrten Websites liefern eine faktenbasierte Grundlage für die Diskussion mit den Bundesländern über zukünftige Regelungen des GlüStV 2021, wie sie in Berichten der Branche dargestellt werden.